Deutsch-Französische Beziehungen - Aus Politik und Zeitgeschichte (B 03-04/2003)
"Seit mehr als einem halben Jahrhundert arbeiten wir Hand in Hand. Zwischen uns ist die Aussöhnung abgeschlossen", beschrieb Frankreichs Präsident Jacques Chirac im Juni 2000 bei seinem Staatsbesuch in Berlin das Verhältnis zu Deutschland. Diese Feststellung beinhaltete zugleich eine Frage: Wie soll die gemeinsame Zukunft aussehen? Eine überzeugende Antwort haben die Partner bisher nicht gefunden. Seit dem Abschluss des Elysee-Vertrages 1963 vermochten beide Länder ein engmaschiges intitutionelles Netz zu knüpfen; vor allem in der Außen- und Sicherheitspolitik, auf wirtschaftlicher Ebene, im Erziehungs- und Jugendbereich. Diese Kooperation im bilateralen Rahmen hat sich zum Modus und Regelungsmechanismus auch für die europäischen Herausforderungen entwickelt. Doch nach dem weltpolitischen Umbruch 1989/90 mussten Deutschland und Frankreich ihr Verhältnis neu justieren. Diese und weitere Aspekte der Deutsch-Französische Beziehungen sind Thema dieser Ausgabe.
Inhalt:
Brigitte Sauzay Essay
Deutschland – Frankreich: Die Herausforderungen für die gemeinsame Zunkunft
Peter A. Zervakis / Sébastian von Gossler
40 Jahre Elysée-Vertrag: Hat das deutsch-französische Tandem noch eine Zukunft?
Ulrike Guérot
Die Bedeutung der deutsch-französischen Kooperation für den europäischen Integrationsprozess
Michael Meimeth
Deutsche und französische Perspektiven einer gemeinsamen Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik
Offene Fragen und verdeckte Widersprüche
Joachim Schild
Europäisierung nationaler politischer Identitäten in Deutschland und Frankreich
Politische Eliten, Parteien, Bürger
Hartmut Kaelble
Die sozialen und kulturellen Beziehungen Frankreichs und Deutschlands seit 1945
Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung
Zurück
